Maragogype in unterschiedlichen Röstungen hell , Kaffee, Espresso

Maragogype

Die Themenseite über die grösste Kaffeebohne der Welt!

Für alle Freunde des besonderen und aussergewöhnlichen Kaffees, stellen wir hier die wohl extravaganteste Kaffeebohne vor, und versuchen ein paar Geheimnisse rund um die Elefantenbohne zu lüften.

-Empfehlungen-
Maragogype im Onlineshop von Tesorito
News zum Thema Kaffee auf Kaffeeseiten.de
interaktives Infoportal der Barista

Viele Gerüchte ranken um diese eher wenig bekannte Kaffeesorte in Europa. Interessante Geschichten und einfach falsche Auffassungen über den Kaffee grassieren noch heute über ihn.
Auf einige Fragen versuchen wir Antworten zu geben:

Wie wird -Maragogype- ausgesprochen ?
Woher stammt Maragogype ?
Was ist das besondere an Maragogype ?
Wo wird Maragogype angebaut ?
Wieso ist Maragogype unbekannt in Europa ?
Wie wird Maragogype geröstet ?
Kann ich Maragogype im Kaffeevollautomat verwenden ?
Gibt es Maragogype auch in Kaffeemischungen ?
Wieviel koffein enthält Maragogype Kaffee ?(Frage von K. van der Meulen, Netherlands)
Wie gross ist die Maragogype Bohne ?(Frage von C. Reh, Netherlands)
Kann ich auch eine Frage stellen ?


Aussprache

Eine wirklich gute Frage! Der Name stammt vom brasilianischen Städtchen -Maragojipe- aus der Region Bahia. Demnach würde es -Maragochibb- ausgesprochen.
In Deutschland wird das Ypsilon aus der spanischen Version des Namens eher als -ü- interpretiert und somit -Maragodschüb- oder auch -Maragochüb-...hier müssen wir auf südamerikanische Hilfe warten.


Abstammung

Wie bereits oben erwähnt, wurde diese ungewöhnliche Kaffeesorte im brasilianischen Bahia in der Nähe des kleinen Ortes -Maragojipe-, 110 km von der Provinzhauptstadt Salvador, im Jahre 1876 entdeckt.
Entdeckt? Na, ja!...es herrschen wie so oft unterschiedliche Meinungen zu diesem Thema. Es gibt keine offiziellen Quellen, die belegen könnten dass diese Erscheinungsform einer Kaffeepflanze tatsächlich einer Züchtung entstammt. Damals wurden in Maragojipe Arabica Kaffeepflanzen angebaut, welche einerseits zu einer Mutation geneigt haben können, aber andererseits genauso willkürlich mit der Libericabohne gekreuzt werden konnte.
In diesem Fall erklärt sich dann auch die einzigartige Grösse der neu entstandenen Bohne. Möglicherweise versuchten die traditionsreichen brasilianischen Kaffeebauern die Eigenschaften der widerstandsfähigeren Liberica Kaffeepflanze auf die Arabica zu übertragen und somit Ihren Ertrag zu steigern. Jedoch letzteres misslang, der Ernteertrag ist bei Maragogypepflanzen erheblich geringer als bei anderen -coffea arabica-.


Das Besondere

Arabica normale Kaffeeröstung und Maragogype helle Röstung

Die Bohne der Maragogypen ist durchschnittlich 30-40% grösser als herkömmliche Arabicabohnen, sie ist -Jumbo sized-, was ihr auch den Beinamen -Elefantenbohne- eintrug. Die Bohne hat eine länglichere Elypsenform im Gegensatz zu anderen Kaffeesorten.
Maragogype ist sehr säurearm und damit sehr bekömmlich und magenschonend! Er hat ein einzigartiges Aroma, welches wohl durch die Kreuzung mit der Liberica Kaffeepflanze enstanden ist.

Foto: Tesorito
Abbildung: Links Arabica Kaffeeröstung | Rechts Maragogype helle Röstung


Anbaugebiete

Maraggogype gedeiht wie alle Arabicagewächse am besten in Höhenlagen von 600m - 1200m mit ausreichend Sonnenstunden. Über Brasilien hinaus hat sich diese Kaffeesorte über Mittel- und Südamerika verbreitet.
Hauptsächlich wird er heute angebaut in:

Die qualitativ hochwertigsten Sorten werden zur Zeit in Mexico, Nicaragua und Guatemala angebaut.


Unbekannte Kaffeepflanze

Das stimmt nicht wirklich! Maragogype ist in vielen kleinereren Kaffeeröstereien und Spezialitätencafés schon lange zuhause. Die Franzosen brachten diesen Kaffee mit den aussergewöhnlichen Aromen aus Ihren Kolonien Mittelamerikas bereits Ende des 19.ten Jahrhunderts nach Europa.
Die europäischen Königshäuser schwörten auf den erlesenen Geschmack der Riesenbohne. Maragogype erzielt auf dem Weltmarkt jedoch die höchsten Preise und ist nur vorsichtig zu Rösten.
Damit eignet er sich nicht für die industrielle Röstung und ist nur in Spezialitätenröstereien zu finden.


Röstungen

Grundsätzlich sollte Maragogype nicht zu dunkel geröstet werden!
Bekannt ist hierbei auch eine zweimalige -helle- Röstung um dem Kaffee sein volles Aroma zu entlocken. Der Kaffee wird tatsächlich zweimal schonend geröstet um Verbrennungen der Bohne zu vermeiden.
Die magenfreundlichste Version aller Kaffeeröstungen ist es, den Maragogype zu einem Espresso zu veredeln. Hier gilt es dann den genauen Zeitpunkt der Röststufe zu erkennen, um keine Brandflecken zu erzeugen, welche den Kaffeegeschmack beinträchtigen können.


Kaffeevollautomat

Ja! Maragogype eignet sich besonders für Kaffeevollautomaten, Siebträgermaschinen oder auch Presskannen. Aber Vorsicht: Kleinere odere ältere Vollautomaten mit integrierter Mühle könnten mit der Grösse der Bohnen Schwierigkeiten haben. Fragen Sie unbedingt bei Zweifeln bei Ihrem Hersteller nach.


Kaffeemischungen

Ja, Maragogype gibt es auch in verschiedenen Kaffeemischungen. Gerade wenn man eine besonders säurearme, magenfreundliche Kaffeemischung erhalten möchte, eignet sich diese Kaffeesorte hervorragend.
Aber auch hier ist Vorsicht geboten. Handelt es sich um Mischungen aus ganzen Bohnen, muss beachtet werden dass in den Mühlen die kleineren Bohnen einer anderen Kaffeesorte zuerst ( wegen der unterschiedlichen Dichte ) nach unten rutschen.
Hierdurch wird mit jedem Mahlgang ein anderes Geschmackserlebnis erzeugt. Bei ungemahlenen Mischungen achten Sie darauf, dass der Kaffeeröster Bohnen der 18er Siebgrösse verwendet hat, damit kommt er den Massen einer Maragogypebohne am nächsten.


Koffeingehalt von Maragogype

Maragogype zählt zu den Arabica Kaffeegewächsen und enthält somit auch weniger koffein als die wesentlich weiter verbreitete Robusta-Pflanze. Zudem wächst Maragogype in Hochlagen bis zu 1200m. In Höhenlagen nimmt der koffeingehalt der Pflanzen ab, was auf die niedrigere Konfrontation mit Schädlingen zurückgeführt wird. Vermutlich bedienen sich Kaffeegewächse des Koffeins um es als natürliches Insektizid gegen Befrass einzusetzen
Grundsätzlich ist der Koffeingehalt einer Tasse abhängig von der Zubereitung. Die Dauer des Kontakt von Kaffeepulver mit dem heissen Wasser ist genauso entscheidend wie die Oberfläche der Kaffeemahlung ( sehr fein - grosse Oberfläche / sehr grob - kleinere Oberfläche ).

Kommt der Kaffee also sehr lange mit heissen Wasser bei einer feinen Mahlung in Berührung löst sich wesentlich mehr Koffein aus dem Pulver als bei grober Mahlung und kurzem Wasserkontakt (Bsp. Espresso aus Siebträger ).
Demnach enthält eine -normale- Tasse Kaffee etwa 60-100 mg Koffein
ein -normaler- Espresso etwa 40mg Koffein.
Aufgrund der Eigenschaften des Maragogype wird zu erwarten sein, dass sein Koffeingehalt an der untersten Grenze dieser Werte liegen wird.
Quelle zu dieser Antwort: Kaffee Blog - kaffee.kaywa.com

Grösse der Bohne

Maragogype ist wie bereits mehrfach oben erwähnt eine Riesenbohne und wird auch international so eingeteilt. Sie ist nach der Ernte klassifiziert als eine:

Damit erreichen geröstete Maragogype-Bohnen eine Länge von ca. 16 mm - 24 mm
und eine Breite von 12 mm - 16 mm. Das Volumen einer ungerösteten Bohne ist 40 - 50% geringer als im gerösteten Zustand.


Fragen über Maragogype

Selbstverständlich!
Falls Sie eine interessante Fragen zum Kaffee haben, werden wir diese gerne aufgreifen und auch veröffentlichen. Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.
Auch wenn Sie Berichte oder Bilder über das Thema Maragogype haben , werden wir diese gerne auf dieser Seite verarbeiten.


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